xl0g
Material · Karton-Mix

Wie viel Luft kostet dich dein Karton-Mix?

Die meisten Lager versenden Luft — und zahlen sie doppelt: in Material und in Fracht. So rechnest du es aus.

Luft hat einen Preis — gleich dreifach

Jeder Zentimeter Leerraum im Karton kostet an drei Stellen: zu viel Wellpappe (Material), zu viel Volumen auf dem LKW (Fracht, oft als Volumengewicht abgerechnet) und zu viel Verpackungsmaterial in der PPWR-Quote. Das Tückische: Keine dieser Kosten steht auf einer einzelnen Rechnung. Sie verteilen sich — und genau deshalb fallen sie nicht auf.

Die Rechnung: Material-Δ pro Karton

Nimm einen Karton, der im Schnitt zu 60 % seines Volumens gefüllt wird. Die restlichen 40 % sind Luft — aber die Pappe für die volle Kartongröße wird trotzdem gefaltet, beklebt und bezahlt.

Konkret: Ein mittlerer Versandkarton hat grob 0,4 m² Wellpappe-Oberfläche. Bei 350 g/m² (gängige C-Welle) sind das rund 140 g Material pro Karton. Eine Nummer kleiner und zu 85 % statt 60 % ausgelastet, sparst du grob 25–30 g Pappe — pro Sendung. Bei 500 Sendungen am Tag sind das gut 13–15 kg Pappe täglich, die du sonst faltest, lagerst, bezahlst und entsorgst. (Beispiel-Rechnung; die echten Werte ergeben sich aus deinen Maßen und Auftragsdaten.)

Das ist die Material-Δ: die Differenz zwischen dem Karton, den du nutzt, und dem, der gerade passen würde.

Mehr Kartongrößen sind nicht die Lösung

Der Reflex ist, das Sortiment zu erweitern. Aber jede zusätzliche Größe kostet Stellplatz, Einkauf und Komplexität an der Packstation. Die Frage ist nicht „mehr Größen", sondern „die richtigen Größen": Welche Kartons tragen den Großteil deiner Sendungen? Welche sind Long-Tail — kaum genutzt, binden aber Sortiment? Welche kannst du ersatzlos ausmustern, weil ein Nachbarformat ihren Job mitmacht? Drei Einstufungen reichen: behalten · prüfen · ausmustern.

Der doppelte Hebel: Fracht und PPWR

Weniger Volumen heißt zweimal weniger Kosten. Erstens die Fracht: Viele Carrier rechnen Volumengewicht — du bezahlst den Raum, nicht das Gewicht. Zweitens die PPWR: Weniger Verpackungsmaterial pro Sendung verbessert direkt deine Quoten und Reports. Dieselbe Optimierung zahlt auf beide ein.

Wie xl0g das rechnet

xl0g vergleicht deinen Karton-Bestand mit deinen echten Aufträgen — nicht mit Annahmen. Pro Karton: durchschnittliche Volumen-Auslastung, Material-Δ in Gramm, und eine klare Empfehlung (behalten/prüfen/ausmustern). Keine Schätzung, sondern eine Zahl, die du nachrechnen kannst. In der Branche sind so 15–25 % weniger Packmittelkosten dokumentiert.

Der erste Schritt

Du musst nichts umstellen, um es zu sehen. Lass deinen Karton-Bestand einmal gegen einen Monat echter Aufträge rechnen — die Material-Δ-Liste sagt dir auf den Gramm genau, wo Luft sitzt.

Pilot-Platz anfragen

xl0g — Logistik ohne Lücken. Wissen statt Raten.