KI-Sichtbarkeit: Liefertermin für Agenten lesbar machen
Ein KI-Assistent, der nach einem lieferbaren Artikel gefragt wird, liest die Produktseite — nicht dein Logistiksystem. Was dort steht, entscheidet, welchen Liefertermin er nennt.
Was ein KI-Agent auf einer Produktseite liest
Ein Agent bekommt in der Regel den Text der Seite und ihre strukturierten Daten. Für den Liefertermin zählen drei Stellen: der sichtbare Seitentext (etwa „Lieferzeit 3–5 Werktage“), das JSON-LD der Seite mit Offer und OfferShippingDetails (Preis, Versandkosten, Bearbeitungs- und Transitzeit) und das Feld x-xl0g-delivery-date im JSON-LD, das den berechneten Liefertermin als Datum trägt. Steht der Termin nur im Text, muss der Agent ihn aus einem Satz herauslesen. Steht er maschinenlesbar im JSON-LD, kann er ihn übernehmen. Widersprechen sich beide Stellen, ist offen, welcher Angabe der Agent folgt.
Was der xl0g-Feed liefert
Je Mandant kann xl0g einen öffentlichen Produktfeed bereitstellen, ohne Anmeldung abrufbar und auf Freischaltung: je Artikel Produktdaten nach Schema.org, dazu der tatsächlich berechnete Liefertermin je Größenklasse statt einer pauschalen Angabe. Der Feed folgt einem xl0g-eigenen Schema (v0). Er ist nicht konform zum Universal Commerce Protocol (UCP) und nicht zum Agentic Commerce Protocol (ACP): Beide setzen Warenkorb und Kaufabwicklung voraus, die xl0g nicht betreibt. xl0g ist kein Händler und liefert ein Feld, den Liefertermin; gekauft wird im Shop. Welche Protokolle xl0g spricht und welche nicht, steht in agentic-commerce.md. Einen Vorführfeed mit erfundenen Artikeln gibt es unter https://xl0g.com/stage/api/ucp-feed (der Pfadname ist historisch).
Wie die Prüfung in xl0g arbeitet
Im xl0g-Dashboard beantworten zwei Ansichten zwei verschiedene Fragen. „Was ist zu tun?“ prüft einmal am Tag den Produktfeed und die Stammdaten, und zwar vollzählig: Jeder Artikel wird betrachtet. Zu jedem Befund nennt die Ansicht Artikel, Adresse und einen Beleg in einem Satz; eine Aufgabe gilt als erledigt, wenn die nächste Prüfung sie nicht mehr findet.
„Was sieht ein Agent?“ liest dagegen die echten Produktseiten, als Stichprobe: bis zu 60 Seiten am Tag, die am längsten nicht gelesenen zuerst. Je Seite zeigt sie, ob Liefertermin, Bestand, Material, EAN und Maße im Seitentext oder im JSON-LD stimmen, fehlen oder einander widersprechen. Weil das eine eine Vollzählung ist und das andere eine Stichprobe, stimmen die Zahlen der beiden Ansichten nicht überein. Die Stichprobe zeigt, ob die Seiten halten, was der Feed verspricht; sie ersetzt keine Prüfung aller Seiten.
Der erste Schritt
Ruf eine deiner Produktseiten ab und sieh dir nur den Quelltext an: Steht der Liefertermin im JSON-LD, und stimmt er mit dem Seitentext überein? Wenn nicht, ist das die erste Aufgabe.
xl0g — Logistik ohne Lücken. Wissen statt Raten.